Fondsmodell für 4. Reinigungsstufe (07.11.2019)

Studien zeigen, dass der Medikamentenkonsum in Deutschland bis zum Jahr 2045 um bis zu 62 Prozent steigen wird. Derzeit existieren jedoch keine ökonomischen Anreize zur Vermeidung der Einträge. Eine Verringerung ist aber aufgrund des zunehmenden Anstiegs über die gesamte Akteurskette dringend erforderlich (Hersteller, Apotheken, Verbraucher). Sofern darüber hinaus noch eine weitere Reduzierung durch technische Maßnahmen notwendig ist, ist die verursachergerechte Beteiligung der Hersteller an der Finanzierung die ökologisch und ökonomisch effizienteste Lösung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Prof. Mark Oelmann von der Hochschule Ruhr-West, die für den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew) erstellt wurde. Oelmann schlägt deshalb ein sogenanntes Fondsmodell vor. Bei diesem Modell würden die Hersteller verursachergerecht an der Finanzierung von Reinigungsleistungen beispielsweise von Medikamenteneinträgen beteiligt. Die Hersteller können dann wählen, welche umweltschonenden technologischen Maßnahmen für sie die ökonomisch effizientesten sind, um ihre Zahlungen in den Fonds so gering wie möglich zu halten. Damit wird ein technologischer Anreiz zur innovativen Vermeidung von Spurenstoffen gefördert.

 

Download der Studie:

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20191001_002

 

KA Korrespondenz Abwasser, Abfall - 2019(66) - Nr. 11

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