Grundwasserstress nimmt in Deutschland deutlich zu (09.02.2026)

Grundwasserstress nimmt in Deutschland deutlich zu. Nach Angaben des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) besteht bereits in 201 von 401 Landkreisen ein erheblicher Grundwasserstress. Ursache sind vor allem sinkende Grundwasserstände sowie eine Übernutzung der Wasserressourcen. Besonders betroffen sind Regionen mit intensiver Landwirtschaft, hoher industrieller Nutzung sowie wachsender Bevölkerungsdichte.

Regional zeigen sich deutliche Schwerpunkte: In Norddeutschland (u. a. Niedersachsen) wirken sich landwirtschaftliche Bewässerung und Viehzucht auf die Grundwasserstände aus. In Ostdeutschland (Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Lausitz) verstärken zusätzlich industrielle Nutzung und Tagebauregionen den Druck. Entlang des Rheins, insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, wird Wasserstress ebenfalls häufig festgestellt, wobei die Industrie eine wesentliche Rolle spielt.

Der BUND fordert deshalb eine stärkere Regulierung der Wasserentnahmen, eine Anpassung an die natürliche Regeneration sowie die Förderung wassersparender Technologien. Zudem sollen Schadstoffeinträge (z. B. PFAS und Pestizide) reduziert und Feuchtgebiete als natürliche Wasserspeicher renaturiert werden.

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Pressemitteilung / Studie zum Grundwasserstress in Deutschland („In jedem zweiten Landkreis herrscht Wasserstress“), veröffentlicht 2026 (Darstellung nach BUND).