Nordrhein-Westfalen: Initiative zur Entsiegelung von Flächen gestartet (01.10.2026)

Weniger Beton, mehr Grün: So lautet das Motto in Nordrhein-Westfalen. Umweltminister Oliver Krischer sagt in einer Pressemitteilung: „Jeder Quadratmeter, den wir entsiegeln und begrünen, hilft den Menschen in unseren Städten.“ Das Land bündelt daher seine Aktivitäten zur Entsiegelung von Flächen in einer Initiative.

Rund 12,4 Prozent der Fläche in Nordrhein-Westfalen sind versiegelt. Diese Böden heizen sich im Sommer stark auf und nehmen kaum Regenwasser auf. Das verstärkt die Hitze in den Städten und erhöht die Gefahr von Überflutungen. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr startet nun gemeinsam mit dem Trägerkreis „Allianz für die Fläche“, einem Bündnis von rund 30 Fachleuten, eine Entsiegelungsinitiative. Sie soll die zahlreichen Fördermöglichkeiten, Best PracticeBeispiele, Initiativen und Hilfestellungen bündeln, damit sie in immer mehr Orten im Land genutzt werden.

Oliver Krischer stellte die Initiative im September 2026 in Euskirchen vor. Dort entsteht auf dem sanierten Gelände eines ehemaligen Gaswerks das Quartier „City Süd“ auf rund 6000 Quadratmetern. Die Fläche war zuvor vollständig überbaut; Boden und Grundwasser durch die vorherige Nutzung stark belastet. Wohnungen, Büros, ein Hotel und eine Kita finden sich nun auf dem sanierten Gelände. Das selbst erklärte Ziel der Stadt: Die Bodenversiegelung soll bis 2030 gegenüber dem Stand von 2024 reduziert werden.

Der Trägerkreis „Allianz für die Fläche“ setzt sich seit 2006 für einen sparsamen Umgang mit Flächen in Nordrhein-Westfalen ein.

© KA Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2026 (73) · Nr. 10