
Integraler Hydrauliknachweis von zwei Ortsteilen (2025 - 2026)
Individuelle Aufgabenbeschreibung
Für zwei Ortslagen wurde ein integraler Hydrauliknachweis beauftragt, um wiederkehrende Überflutungsprobleme ganzheitlich zu bewerten und belastbare Maßnahmen abzuleiten. Ausgangslage waren teils veraltete Berechnungsgrundlagen der Kanalnetze sowie pluviale Überflutungen bei Starkregen; zusätzlich wirkten fluviale Einflüsse aus Vorflutern und Zuflüssen. Ziel war der Nachweis der hydraulischen Leistungsfähigkeit von Kanalisation und Gewässersystem, daraus entstand ein praxisnaher Maßnahmenkatalog für Überflutungsschutz und Netzertüchtigung.
Hierzu wurden digitale Geländemodelle der relevanten Einzugsgebiete aufgebaut, Nutzungs- und Abflussparameter aus Geodaten abgeleitet und fehlende Informationen durch Ortsbegehung und gezielte Datenabfragen ergänzt. Die hydraulischen Berechnungen erfolgten im 1D-/3D-Verfahren für die Kanalnetze sowie im 2D-Verfahren für den Oberflächenabfluss; bei Bedarf wurden beide Modellwelten gekoppelt, um Rückstau, Überstau und Fließwege realistisch abzubilden. Anschließend erfolgte die hydrodynamische Nachrechnung der Schmutz-, Regen- und Mischwassernetze nach DWA-A 118 inklusive Vergleich mit vorhandenen Belastungsannahmen.
Ergebnisse waren die Identifikation von Engpässen, eine strukturierte Bewertung der Risiken (pluvial/fluvial) und konkrete Handlungsempfehlungen von Retentions- und Zwischenspeichermaßnahmen bis zu objektspezifischem Schutz. Die Dokumentation erfolgte in Bericht, Tabellen, Plänen sowie in einem Abstimmungstermin.